Lilian Coates

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Lilian Coates studierte von 2007-2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der École des hautes études en sciences sociales Paris Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaft. Ihre Magisterarbeit widmete sich einer kritischen Lektüre und Einordnung des Werks Harold Garfinkels, dem Begründer der Ethnomethodologie, und konzentrierte sich dabei insbesondere auf die späten „Studies of Work and Science“ sowie deren phänomenologischen Anleihen. Nach ihrem Studium war sie bis Anfang 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich für Soziologische Theorie und Gender Studies am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Interessen liegen bei verschiedenen Praxistheorien, der Ethnographie, den Science Studies sowie der Thanatosoziologie. In ihrer Dissertation untersucht sie ethnographisch die Gestaltung des Lebensendes und des Sterbens in der stationären Hospizarbeit. Sie ist ausgebildete Hospizhelferin und arbeitet als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem stationären Hospiz.

Forschungsprojekt

Übergangsarbeit am Lebensende: Eine Ethnographie der stationären Hospizpflege

Im Rahmen des Promotionsvorhabens sollen stationäre Hospize als Orte und Organisationen exploriert werden, in denen der Übergang zwischen Leben und Tod auf spezifische Weise professionell bearbeitet und gestaltet wird. Das Vorhaben interessiert sich u.a. für die praktische Herstellung des „Lebensendes“ als eigenständiger Lebensphase und für die Bewältigung von Sterbeprozessen, wobei die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, d.h. den Menschen am Lebensende, aber auch der Pflegenden und Angehörigen gleichermaßen berücksichtigt werden sollen. Das Projekt folgt praxistheoretischen Heuristiken und bedient sich der Vielfalt ethnographischer Methoden, die neben verschiedenen Formen der teilnehmenden Beobachtung u.a. ethnographische Interviews und Dokumentenanalysen umfasst. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der situativen und prozessualen Entfaltung der Hospizarbeit, der methodisch durch eine tiefe Immersion der Ethnographin und durch eine sensible Teilnahme an verschiedenen Situationen des Hospizalltags entsprochen werden soll.