Miaojun She, M.A.

Kontakt

Eberhard Karls Universität Tübingen

Institut für Erziehungswissenschaft |Abteilung Sozialpädagogik |
GRK Doing Transitions

Münzgasse 30
72070 Tübingen

miaojun.she(at)graduiertenkolleg.uni-tuebingen.de

Miaojun She hat einen Bachelor in der Kommunikationswissenschaft an der Sun-Yat-sen-Universität in der Volksrepublik China gemacht. Anschließend hat sie ihr Masterstudium in Ethnologie und im Nebenfach Modernes China an der Georg-August-Universität Göttingen abgeschlossen. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der Frage beschäftigt, wie sich die Familienstrukturen und das Konzept des Erwachsenseins bei den Nuer vor dem Hintergrund der Erfahrung von Migration verändert haben. 

Seit Januar 2020 ist sie im DFG-Graduiertenkolleg „Doing Transition. Formen der Gestaltung von Übergängen im Lebenslauf “ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt.  Das Thema ihres Promotionsprojekts lautet „Growing up in Diaspora. Adulthood and Transnational Familyhood of the African refugees in Germany“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der Übergang zum Erwachsensein, die transnationalen Lebenserfahrungen und Familienstrukturen unter den ostafrikanischen Migranten in Deutschland. Dieses Projekt wird auf der Ebene individueller Gestaltung von Altersübergängen und Übergängen der sozialen Rollen zu der Forschungsarbeit des Graduiertenkollegs beitragen.

Zusammenfassung des Forschungsprojekts: 

Im Angesicht der globalen Flüchtlingsbewegungen, ist im öffentlichen Diskurs die ausreichende Versorgung der Flüchtlinge eine zentrale Frage geworden. Gerade Deutschland, das weltweit am drittmeisten Asylanträge gestellt bekommt, hat große Bemühungen angestellt die Versorgung von Flüchtlingen und Asylsuchenden zu gewährleisten. Während das Augenmerk vor allem auf die materielle Grundversorgung der Menschen gelegt wurde, ist die wichtige Frage der psychologischen und emotionalen Betreuung eher vernachlässigt worden. Vor dem Hintergrund, dass beinahe die Hälfte aller Flüchtlinge minderjährig ist und darunter Viele von ihren Eltern und anderen Verwandten getrennt wurden, sollte die psychologische Gesundheit und der Übergang zum Erwachsensein der jungen Flüchtlinge, größere Aufmerksam bekommen. Meine Forschung soll einen Beitrag leisten die Zusammenhänge zwischen dem individuellen Bestreben eine kohärente Biografie aufrechtzuerhalten und den familiären Beziehungen vor dem Hintergrund der Fluchterfahrung unter den afrikanischen Flüchtlingen in Deutschland zu beleuchten und besser zu verstehen und damit auch an Arbeiten der Lebensverlaufsforschung und refugee studies anzuknüpfen. Darüber hinaus sollen diese Forschungen auch den ganz praktischen Sinn haben, als Anregungen für die politische Gestaltung der Versorgung von Flüchtlingen in Deutschland zu dienen.