Natascha Shalutkevich, M.A.

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Goethe-Universität Frankfurt
GRK Doing Transitions

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shalutkevich(at)em.uni-frankfurt.de

Natascha Shalutkevich studierte Erziehungswissenschaften an der Goethe Universität in Frankfurt am Main mit den Schwerpunkten ´Kindheit´ und ´Sprachförderung im elementarpädagogischen Bereich´. Durch die Teilnahme am Projekt „Sprachentdecker-Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung“ hat sie neben der theoriebasierten Fortbildung zu ´Mehrsprachigkeit´ bzw. ´Erst- und Zweitspracherwerb´ in der pädagogischen Praxis mit Kindergartenkindern sprachfördernd gearbeitet. Während des Studiums war sie außerdem im Lehr-Forschungsprojekt „Doing Difference mit und von U3-jährigen im inner- und außerfamiliären Bereich“ tätig, das in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences und dem Forschungsorientierten Kinderhaus durchgeführt wurde. Sie beteiligte sich außerdem an der Durchführung des Forschungsprojekts LINUS (Lernen, Bilingualismus und kognitive Kontrollfähigkeiten für die schulische Entwicklung im Grundschulalter) der Universität Koblenz-Landau, das am IDeA-Zentrum in Frankfurt am Main angesiedelt ist. Neben der Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg engagiert sie sich außerdem weiterhin in der schulpädagogischen Arbeit und macht gelegentlich Vertretungsunterricht an einer Grundschule mit einem Sprachheilschwerpunkt.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der vergleichenden Erziehungswissenschaft und historischen Bildungsforschung.

Das besondere Forschungsinteresse gilt dem Konzept der Kollektivpädagogik des sowjetischen Pädagogen A. S. Makarenko sowie der kontrovers geführten Rezeptionsgeschichte seiner Werke.

Dissertationsprojekt

In Anlehnung an den Doing Transitions Ansatz wird aus einer historisch-vergleichenden Perspektive die diskursive Erzeugung des pädagogischen Wissens der Lebensphase „Kindheit“ bis zum institutionell regulierten Übergang in die Schule untersucht.

Am Beispiel der bildungspolitischen Diskurse in der ehemaligen DDR und BRD in der Zeit von 1945 bis 1989 werden die übergangsrelevanten Normativ- und Differenzsetzungen rekonstruiert. Die Fragen nach den vorherrschenden Kindheitskonstruktionen im jeweiligen Teil Deutschlands, aber auch nach deren Wandel im Laufe der Zeit, sind dabei von besonderem Interesse. Welche pädagogischen Traditionen lassen sich in den jeweiligen Bildungsprogrammatiken finden und wie wurden diese in der Systemauseinandersetzung des Ost-West-Konflikts gegeneinander abgegrenzt und verteidigt?

Mit dem diskursanalytischen Forschungszugang (WDA) werden im Anschluss an Michel Foucaults Forderung eine „Ontologie der Gegenwart“ zu betreiben, die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten im pädagogischen Denken am Beispiel des Ost-West-Vergleichs in ihrer historischen Genese und Kontingenz dekonstruiert.

Vorträge

  • 25.07.2023 (online) Educator´s personality as a decisive power in children´s development: Makarenko´s influence in former GDR
    Panel Socialism, gender, and notions on ideal teacher in East Germany, Japan, and China im Rahmen der International Standing Conference for the History of Education (ISCHE 44): „Histories of Education and Reform: Traditions, Tensions and Transitions“
  • 11.05.2023 Childhood Constructions in Pre-School Programmes
    Panel Institutional regimes in the life course im Rahmen der internationalen Konferenz „Doing Transitions. Relational perspectives on the life course“, Goethe Universität Frankfurt am Main
  • 16.03.2023 I got 99 books (but I´m rich for some) – Die Operationalisierung von „sozialer Ungleichheit“ als Kontext für die Erhebung von computer- und informationsbezogenen Kompetenzen im Rahmen der international vergleichenden Schulleistungsstudie ICILS 2018
    STS-hub Panel Die Fabrikation und Zirkulation von ‚Bildung‘: Zur Reflexion bildungsbezogener Kernthemen aus Perspektive der Science and Technology Studies, RWTH Aachen
    Gemeinsam mit Felix Büchner (Leibniz Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut), Stefanie Jäger (Universität Innsbruck), Till Neuhaus (Universität Bielefeld) und Samuel Kähler (Universität Gießen) im Rahmen des DGfE geförderten Netzwerkes „Kontext(analyse)“
  • 06.01.2023 Traces of Makarenko´s Education in GDR Preschool Programs
    Workshop „Rethinking Social Collectivity in the Japanese Society from the Viewpoint of Modern Educational History“, Freie Universität Berlin, Institut für Japanologie
  • 21.04.2022 Making Children Become Pupils in Comparative Perspectives: On Genealogies of Didactic Beliefs
    Im Rahmen des AERA (American Educational Research Assosication) Annual Meetings in Collaboration with the World Education Research Association (WERA) „Cultivating Equitable Education Systems for the 21st Century“, San Diego (USA)
  • 15.03.2022 (online) Diskursive Ordnungsräume. Versuch einer reflexiven Entgrenzung im Forschungsprozess
    Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Doing Transitions: Herstellung und Verhandlung von Grenzen und Zugehörigkeiten an Übergängen“ auf dem 28. DGfE-Kongress ENT | GRENZ | UNGEN
  • 21.02.2022 Belarusische Sprache
    Im Rahmen der Veranstaltung „ERROR. LANGUAGE (not) FOUND„, Kulturverein Belarus e.V. in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
  • 18.11.2021 (online) Vorschuldiskurs in Ost- und Westdeutschland in der Zeit von 1970 bis zur Wiedervereinigung
    Im Rahmen des Forschungskolloquiums „Bildungsgeschichtliche und kulturwissenschaftliche Forschungen der Gegenwart“ der Abteilung Historische Bildungsforschung, Humboldt Universität zu Berlin
  • 12.11.2021 Belarus zwischen Aufbruch und Widerstand. Die Rolle der Frauen in der Revolution
    Im Rahmen der Reihe „Zwischen Aufbruch und Widerstand: LGBTIQ* und Frauenrechte weltweit“, in Kooperation mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW und dem Kulturzentrum Bahnhof Langendreer in Bochum
  • 01.07.2021 (online) Diskursive Wirklichkeitskonstruktionen am Übergang in die Schule im zweigeteilten Deutschland
    Im Rahmen der Studium-Generale Vortragsreihe „Doing Transitions – wie sich Übergänge im Lebenslauf herstellen“
  • 17.02.20-21.02.20 Posterpräsentation auf der Internationalen Konferenz „Doing Transitions in the Life Course“, Eberhard Karls Universität Tübingen

Lehre

  • WiSe 2022/23
    Gastbeitrag Spuren der Kollektiverziehung in der Vorschulpädagogik der DDR
    Ringvorlesung „Der ukrainische Pädagoge A.S. Makarenko und seine internationale Bedeutung“ im Rahmen des DAAD-finanzierten Projektes Ukraine digital.
  • SoSe 2022
    Gastbeitrag (online) Diskursanalyse als eine Methode der Gesellschaftskritik
    Seminar „Die Qual der Wahl? Zur Vielfalt qualitativer Verfahren und wofür sich welche Methoden eignen“ von Univ. Prof.in Dr.in Anna Wanka, Ludwig-Maximilian-Universität München
  • SoSe 2021
    Gastbeitrag (online) Diskursanalytische Perspektive auf Übergänge
    Ringseminar „Zu Übergängen forschen“ von Dr.in Anna Wanka, Goethe Universität Frankfurt
  • SoSe 2020
    Gastbeitrag (online) Diskurstheoretische Forschungsansätze
    Ringseminar „Zu Übergängen forschen“ von Dr.in Jessica Lütgens und Dr.in Anna Wanka, Goethe Universität Frankfurt
  • SoSe 2018 und WiSe 2018/19
    Beiträge im Lehr-Forschungsseminar „Die unbewusste (Re-)Konstruktion von Normalität in Praxis, Forschung und Theorie am Beispiel der frühen Kindheit“ von Dr. Marian Kratz und Prof. Dr. Frank Dammasch, Frankfurt University of Applied Sciences

Mitgliedschaften

  • DGfE – Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, assoziiertes Mitglied
    Sektion 1 Historische Bildungsforschung
    Sektion 8 Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit
  • DiskursNetz. Internationale Vereinigung für Diskursstudien

Stipendien

  • 2020 Stipendienprogramm der BBF – Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF
  • 2018/19 Deutschlandstipendium
  • 2017/18 Deutschlandstipendium