Natascha Shalutkevich, M.A.

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Goethe-Universität Frankfurt
GRK Doing Transitions

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Natascha Shalutkevich studierte Erziehungswissenschaften an der Goethe Universität in Frankfurt am Main mit den Schwerpunkten ´Kindheit´ und ´Sprachförderung im elementarpädagogischen Bereich´. Durch die Teilnahme am Projekt „Sprachentdecker-Alltagsintegrierte Sprachbildung und -förderung“ hat sie neben der theoriebasierten Fortbildung zu ´Mehrsprachigkeit´ bzw. ´Erst- und Zweitspracherwerb´ in der pädagogischen Praxis mit Kindergartenkindern sprachfördernd gearbeitet. Während des Studiums war sie außerdem im Lehr-Forschungsprojekt „Doing Difference mit und von U3-jährigen im inner- und außerfamiliären Bereich“ tätig, das in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences und dem Forschungsorientierten Kinderhaus durchgeführt wurde. Sie beteiligte sich außerdem an der Durchführung des Forschungsprojekts LINUS (Lernen, Bilingualismus und kognitive Kontrollfähigkeiten für die schulische Entwicklung im Grundschulalter) der Universität Koblenz-Landau, das am IDeA-Zentrum in Frankfurt am Main angesiedelt ist. Neben der Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg engagiert sie sich außerdem weiterhin in der schulpädagogischen Arbeit und macht gelegentlich Vertretungsunterricht an einer Grundschule mit einem Sprachheilschwerpunkt.

Ihr Forschungsinteresse liegt in den Bereichen der historischen Bildungsforschung. Neben den erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen wird das Forschungsprofil durch besonderes Interesse an gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und sozialpsychologischen Ansätzen, wie z. B. der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule ergänzt. In der Master-Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit dem Konzept der Kollektivpädagogik des sowjetischen Pädagogen A. S. Makarenko.

Dissertationsprojekt

Im Rahmen des Doing-Transitions-Ansatzes sollen die diskursiven Herstellungsprozesse des Übergangs in die Schule näher betrachtet werden. Der Fokus liegt auf dem Vergleich der bildungspolitischen Debatten in Ost- und Westdeutschland in der Zeit von 1970 bis zur Wiedervereinigung.

Nach dem Vergleich der diskursiven Besonderheiten in beiden Teilen Deutschlands, sollen die Veränderungen in den ehemaligen ostdeutschen Bundesländern erfasst werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass nach der Wende und im Zuge der politisch initiierten Transformationen, ein Anpassungs- bzw. Angleichungsprozess des ehemaligen Ostblocks an das westliche Bildungssystem stattgefunden habe. In diesem Zusammengang wird folgenden Fragen nachgegangen:

Wie veränderten sich die pädagogischen Zielsetzungen unter neuen politischen Prämissen? Welche diskursiven Verschiebungen fanden statt und in welcher Weise konnte sich der „westdeutsche Diskurs“ durchsetzen? Darüber hinaus wird danach gefragt, welche neuen Themen im ehemaligen Ostdeutschland rund um die Einschulungsprogrammatik dazugekommen sind und welche, bislang vorherrschenden Vorannahmen gänzlich oder nur zum Teil aus dem Diskurs verschwunden sind?

Die diskursiven Wahrheitsproduktionsprozesse sollen hinsichtlich der übergangsrelevanten normativen Differenzsetzungen mit dem Forschungsprogramm der Wissenssoziologischen Diskursanalyse rekonstruiert werden.

Vorträge

  • 01.07.2021 (online) Diskursive Wirklichkeitskonstruktionen am Übergang in die Schule im zweigeteilten Deutschland im Rahmen der Studium-Generale Vortragsreihe „Doing Transitions – wie sich Übergänge im Lebenslauf herstellen“
  • 17.02.20-21.02.20 Posterpräsentation auf der Internationalen Konferenz „Doing Transitions in the Life Course“, Eberhard Karls Universität Tübingen

Lehre

  • SoSe 2021
    Gastbeitrag Diskursanalytische Perspektive auf Übergänge im Ringseminar „Zu Übergängen forschen“, Goethe Universität Frankfurt
  • SoSe 2020
    Gastbeitrag Diskurstheoretische Forschungsansätze im Ringseminar „Zu Übergängen forschen“, Goethe Universität Frankfurt
  • SoSe 2018 und WiSe 2018/19
    Beiträge im Lehr-Forschungsseminar „Die unbewusste (Re-)Konstruktion von Normalität in Praxis, Forschung und Theorie am Beispiel der frühen Kindheit“, Frankfurt University of Applied Sciences (Dr. Marian Kratz und Prof. Dr. Frank Dammasch)

Mitgliedschaften

  • DGfE – Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, assoziiertes Mitglied
    Sektion 1 Historische Bildungsforschung
    Sektion 8 Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit
  • DiskursNetz. Internationale Vereinigung für Diskursstudien

Stipendien

  • 2020 Stipendienprogramm der BBF – Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF
  • 2018/19 Deutschlandstipendium
  • 2017/18 Deutschlandstipendium