Louka Maju Goetzke, M.A.

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Goethe-Universität Frankfurt
GRK Doing Transitions

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goetzke(at)soz.uni-frankfurt.de

Studium der Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft und Soziologie in Lüneburg, Paris, Frankfurt/Oder und London. Seit 2020 Kollegiat*in im Graduiertenkolleg Doing Transitions mit einem Promotionsprojekt zu Gender Transitionen in neomaterialistischer Perspektivierung.

  • MA Soziokulturellen Studien, Europa-Universität Viadrina (2015-2019)
  • MA d’Etudes Européennes et internationales, Université Paris 8 (2016-2019)
  • MA Sociology (Cultural Analysis), Goldsmiths University London (2017-2018)
  • Design Thinking, Hasso-Plattner-Institut, Universität Potsdam (2014-2015)
  • Stud. Hilfskraft im Kompetenztandem Grundversorgung 2.0, Centre for Digital Cultures, Leuphana Universität Lüneburg (2013-2014)
  • Erasmus Gender Studies, University of Lapland, Finnland (2012-2013)
  • BA Kulturwissenschaften und Politikwissenschaft, Leuphana Universität Lüneburg (2011-2015)

Forschungsinteressen

  • feministische Theorie
  • queere Theorie
  • Trans Studies
  • neomaterialistische Ansätze
  • Deleuzianisches Denken
  • Differenzphilosophie
  • Grenzziehungsprozesse
  • Zeitlichkeit und Transformation
  • Verkörperung, Subjektivierung, Selbstverhältnisse
  • Identität und Identitätskritik

Promotionsprojekt „Doing Gender Transitions“

Im Zentrum des Dissertationsvorhabens stehen geschlechtliche Übergänge – Gender Transitionen – mit ihren humanen wie nicht-humanen Partizipierenden. Geschlechtliche Übergänge werden hier nach der Theoretikerin Susan Stryker verstanden als nicht-lineare Bewegungen weg von dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht als nicht selbst gewähltem Ausgangsort, über sozial aufgezwängte Grenzen hinweg. Fokus des Projekts ist die Frage, wie eine Gender Transition evident wird. Dafür ist interessant, welche Übergänge bei der Bewegung weg von dem bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht stattfinden und wie diese unter den gegebenen normativen und diskursiven Rahmungen sowie materiellen und institutionellen Bedingungen konstruiert und gestaltet werden.

Zur Beantwortung werden u.a. etwa 10 problemzentrierte Interviews geführt und ausgewertet, aufbauend auf dem theoretischen Sampling des Grounded Theory Ansatzes sowie neomaterialistischen und posthumanistischen Theoriekonzepten. Ziel ist es, von den Interviews und weiteren Daten ausgehend, die spezifischen Differenzierungen und Grenzziehungsprozesse, die Gender Transitionen formen, zu beschreiben. Die Dissertation schließt damit eine Forschungslücke in der Übergangsforschung, die Geschlechterübergänge bisher nicht gesondert als Übergang im Lebenslauf betrachtet, sowie in den Trans Studies, da die Arbeit einen Schritt zurück tritt und danach fragt, welche Veränderungen bei einer Bewegung weg vom bei der Geburt zugeschriebenen Geschlecht überhaupt stattfinden, worin also eine Gender Transition besteht oder wie sie zustande kommt. Zusätzlich leistet die Arbeit einen Beitrag zu übergangstheoretischen Überlegungen zur Vereindeutigung von Statusphasen, Kategorien und ihrer Entgrenzung und sensibilisiert bezüglich entstandardisierter Verläufe von Geschlecht im Lebenslauf.

Kommende Veranstaltungen & Vorträge

  • 10. Juni 2021: Gender Transition: Eine Reise von einem Geschlecht ins andere? Vortrag im Rahmen von „Studium Generale: Doing Transitions – wie sich Übergänge im Lebenslauf herstellen“, Online
  • 21. Juli 2021: Crossing Boundaries: Gender Transitions as more-than-human-assemblages. Paper at International Conference on Frontiers of Humanity and Beyond: Towards new critical understandings of borders 2021, CHAM Centre for the Humanities, Lissabon
  • 31. August– 3. September 2021: Gender Transitions as a Sociotechnical Issue: A New Materialist Approach. Vortrag im Conference Track Science and Technology. 15th Conference of the European Sociological Association, Barcelona
  • 20. September 2021: „Und dann konnte ich mich zum ersten Mal selbst so sehen.“ – Zur Rolle von Un_sichtbarkeiten in Gender Transitionen. Vortag auf der 8. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung „Ambivalente Un_Sichtbarkeiten“

Veröffentlichungen & Vorträge

  • Goetzke, Louka Maju (im Erscheinen). Werden statt Sein: VerUneindeutigung und positive Differenz. Hamburg: Marta Press
  • Goetzke, Louka Maju (2021). Towards fugitive subjectivities. Trans as a non-linear and deterritorialising movement. Vortrag auf der Konferenz „Creative Bodies – Creative Minds“, 27. Mai 2021, Universität Graz
  • Schwertel, Tamara, Goetzke, Louka Maju (2021). Neuer Materialismus [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet.
  • Goetzke, Louka Maju, Müssig, Magdalena (2020). Die Covid-19-Pandemie bedroht alle. Geschützt werden nur einige. Femina Politica, Heft 2/2020: Politiken der Generativität und Reproduktive Rechte
  • Goetzke, Louka Maju, Müssig, Magdalena (2020). Familismus in der Coronakrise. Soziologiemagazin, Blogreihe 8: Soziologische Impulse während Corona
  • Goetzke, Louka Maju (2020). Doing Gender Transitions. Posterpräsentation auf der internationalen Konferenz „Doing Transitions in the Life Course“: 17.-19.02.2020, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Goetzke, Louka Maju (2019). Queere Identitätskritik und Differenz. Posterpräsentation auf der internationalen Konferenz „Categories in Flux“: 09.-11.10.2019, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Goetzke, Louka Maju (2017). Ein Recht auf mein Geschlecht: Über und gegen die Pathologisierung von Trans*-Personen. Vortrag, 5. Juli 2017, Universität Freiburg

Für eine Übersicht über Publikationen außerhalb der Wissenschaft hier entlang.

Lehre

  • Zu Übergängen forschen (Sommersemester 2021, Gastbeitrag im Ringseminar zu Neomaterialistische Perspektiven auf Übergänge, gemeinsam mit Tamara Schwertel)
  • Umgang mit Geschlechtervielfalt: Einführung in die Trans Studies (Wintersemester 20/21)
  • Zu Übergängen forschen – Perspektiven und Methoden zur Erforschung von Übergängen im Lebenslauf (Sommersemester 2020, Gastbeitrag zu Doing Gender Transitions im Ringseminar)

Projekte

Mitgliedschaften