Aktuelles

Ausschreibung für 2 Postdoc-Stellen im GRK „Doing Transitions“

An der Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen sind zum 01.10.2021 im DFG-Graduiertenkolleg „Doing Transitions“

2 Postdoc-Stellen (w/m/d) (E-13, 100 %)

für die Dauer von 4 Jahren zu besetzen. Das Graduiertenkolleg untersucht, wie Übergänge im Lebenslauf hervorgebracht werden. Eine ausführliche Darstellung des Graduiertenkollegs sowie genauere Hinweise für Ihre Bewerbung finden Sie in diesem PDF-Dokument.

Bitte lesen Sie für Ihre Bewerbung zuerst das Forschungs- und Qualifizierungsprogramm (https://doingtransitions.org/forschung-ausbildung).

Das Aufgabengebiet umfasst die Bearbeitung eines eigenen Postdoc-Projektes im thematischen Rahmen des Forschungsprogramms des Graduiertenkollegs sowie die Teilnahme am dazu gehörenden Qualifizierungsprogramm. Einstellungsvoraussetzung ist eine abgeschlossene überdurchschnittliche Promotion in Erziehungswissenschaften, Soziologie oder Psychologie.

Die Universität tritt für die Gleichberechtigung aller Geschlechter ein und fordert deshalb nachdrücklich Frauen und gender-diverse Menschen zur Bewerbung auf. Das Kolleg bietet Unterstützung bei der Vereinbarkeit mit der Familie. Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigt.

Bewerbungsunterlagen entsprechend des Hinweisdokuments richten Sie bitte per E-Mail in einem PDF-Dokument bis zum 15.06.2021 an doingtransitions@uni-frankfurt.de.

Doing Transitions im „Studium Generale“ der Universität Tübingen

Das Graduiertenkolleg trägt in diesem Sommersemester mit einer eigenen Vortragsreihe zum Studium Generale der Universität Tübingen bei. Das Studium Generale ist ein besonderes Bildungsangebot, mit dem nicht nur Fachkolleg*innen und Studierende bestimmter Fachbereiche, sondern alle interessierten Hörer*innen, innerhalb wie außerhalb der Universität, angesprochen werden.
Unsere Reihe „Doing Transitions – wie sich Übergänge im Lebenslauf herstellen“ findet immer donnerstags, 18–20 Uhr (c. t.) statt, an ihr beteiligen sich Kollegiat*innen der ersten und zweiten Kohorte sowie einige Professor*innen der Universitäten Frankfurt und Tübingen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Zur Homepage der Universität Tübingen mit weiteren Informationen zum Studium Generale geht es hier.

Neuerscheinungen in der Buchreihe „Reflexive Übergangsforschung – Doing Transitions“

Im Oktober und November 2020 sind im Barbara Budrich Verlag innerhalb unserer Buchreihe „Reflexive Übergangsforschung – Doing Transitions“ drei Dissertationen unserer Kollegiat*innen der ersten Kohorte erschienen:

Kerstin Rinnert (2021): Liebes Leben anders. Eine ressourcenorientierte Analyse queerer Lebensrealitäten in heteronormativen Verhältnissen. Opladen: Verlag Barbara Budrich (https://shop.budrich-academic.de/produkt/liebes-leben-anders/).

Erscheinungsdatum: 26.10.2020

Hirschfeld, Heidi (2021): Macht und Ohnmacht sozialpädagogischer Hilfe. Biografische Perspektiven auf pädagogisch begleitete Übergänge. Opladen: Verlag Barbara Budrich (https://shop.budrich-academic.de/produkt/macht-und-ohnmacht-sozialpaedagogischer-hilfe/).

Erscheinungsdatum: 23.11.2020

Lütgens, Jessica (2021): ‚Ich war mal so herzlinks‘ – Politisierung in der Adoleszenz. Eine biographische Studie. Opladen: Verlag Barbara Budrich (https://shop.budrich-academic.de/produkt/ich-war-mal-so-herzlinks-politisierung-in-der-adoleszenz/).

Erscheinungsdatum: 23.11.2020

Weitere Titel der Buchreihe „Reflexive Übergangsforschung – Doing Transitions“ und eine Liste der Veröffentlichungen unserer Kollegsmitglieder finden Sie im Bereich Publikationen.

DFG fördert Graduiertenkolleg Doing Transitions zu Übergängen im Lebenslauf weiter

Seit 2017 arbeitet das Graduiertenkolleg „Doing Transitions“ an den Standorten Frankfurt (Goethe-Universität) und Tübingen (Eberhard-Karls-Universität), in dem Promovierende und Postdocs der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie die Entstehung und Gestaltung von Übergängen im Lebenslauf untersuchen. Jetzt hat die DFG auch die zweite Förderphase (2021–2025) bewilligt, in der weitere Dimensionen der Hervorbringung von Übergängen untersucht werden, darunter:

  • das Zusammenwirken der Übergänge mehrerer Personen (z. B., wenn der Jobwechsel eines Elternteils den Umzug der Familie und den Schulwechsel der Kinder nach sich zieht)
  • die Zeitlichkeit von Übergängen (wobei der institutionell und der subjektiv ‚richtige‘ Zeitpunkt für einen Übergang sich oft unterscheiden)
  • die Materialität von Übergängen (wenn etwa die Berufswahlsoftware der Berufsberatung den passenden Beruf vorschlägt oder Körperimplantate nicht nur Krankheiten bekämpfen, sondern auch Identitäten verändern)

Derzeit ist die zweite Kohorte von Promovierenden im Kolleg. 2022 erfolgt die Ausschreibung für eine dritte Kohorte. In jeder Kohorte werden 12 Promovierende sowie 1–2 Postdocs finanziert und können sich vollumfänglich der Promotion bzw. Habilitation widmen. Außerdem sind jeweils 5–6 anderweitig geförderte Promovierende beteiligt. Das Fördervolumen für die 2. Förderphase beträgt 4,6 Millionen Euro, mit denen größtenteils die Stellen der Promovierenden und Postdocs finanziert werden. Sprecher*innen des Graduiertenkollegs sind Prof. Dr. Andreas Walther (Fachbereich Erziehungswissenschaft, Goethe-Universität) und Prof. Dr. Barbara Stauber (Institut für Erziehungswissenschaft, Tübingen). Ausscheiden werden Prof. Dr. Barbara Friebertshäuser sowie Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha aus dem Kolleg; Verstärkung erhält „Doing Transitions“ in Zukunft durch Jun.-Prof. Dr. Ursula Offenberger, Prof. Dr. Pia Schober und Prof. Dr. Sarah Speck.

Bericht der externen Evaluation des Graduiertenkollegs Doing Transitions

Um sich der Qualität seiner wissenschaftlichen Aktivitäten und der
Unterstützung der Kollegiat*innen zu vergewissern, hat das
Graduiertenklolleg Doing Transitions eine externe Evaluation in Auftrag
gegeben. Als Evaluator konnte Prof. Dr. emer. Rudolf Tippelt (LMU
München) gewonnen werden.

Der Evaluationsbericht findet sich hier.

Forschung zu Doing Transitions „under conditions of lockdown“

Das DFG geförderte Graduiertenkolleg Doing Transitions beforscht „normalerweise“ unterschiedlichste Phänomene und Praktiken der Herstellung und Gestaltung von Übergängen im Lebenslauf. Mit der gegenwärtigen Situation steht dieses „normalerweise“ nun unter verändertem Vorzeichen. Forschungs- und Lehrtätigkeiten verändern sich und Promotions- und Habilitationsprojekte stehen vor inhaltlichen wie praktischen Herausforderungen. Dass sich öffentliches und privates Leben verändern, dokumentiert sich gegenwärtig in verschiedenen Ausdrucksweisen, die sich immer häufiger im öffentlichen und politischen Diskurs finden:  zum Beispiel ist von „neuer Normalität“ die Rede, vom „Ende der Normalität“, von „Rückkehr“ oder davon, etwas sei „übergangsweise“ nun so oder so.

Im Kontext des Kollegs werden u. a. folgende Fragen hierzu diskutiert:

  • Welche Bedeutung hat eine Pandemie dieser Art für die einzelnen Übergangsphänomene?
  • Wie verändert sich Praxis, die mit den merklichen Veränderungen ein Vorher, ein Normalerweise und ein Danach (re-)produziert und konstruiert?
  • Welche Phänomene, Praktiken oder Elemente (wie Institutionen, Dinge oder Akteure, Zeiten oder Räume) werden im Zusammenhang mit dieser Pandemie als Übergänge diskursiv thematisiert, institutionell reguliert und subjektiv, wie werden sie kollektiv bewältigt?

So wäre weiter zu untersuchen, ob und wie sich „Corona“ als Übergang herstellt und gestaltet, aber unter einer relationalen Perspektive mehr noch, wie sich Übergänge im Lebenslauf mit der Pandemie verändern. Welche neuen individuellen und kollektiven Übergänge entstehen in diesem Kontext, z. B. der Schwellenzustand der Quarantäne oder der prominent diskutierte Übergang des Schulwechsels bzw. Abschlusses?

Das Graduiertenkolleg bündelt diese Fragen, Diskussionen und entstehende bzw. sich erweiternde Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen.

Einige dieser aktuellen Überlegungen, Untersuchungsansätze und Diskussionen können Sie bei Interesse hier verfolgen:

Prof.in Barbara Stauber:

Erwachsen werden in Zeiten der Pandemie

Beitrag im SozPädCorona: Blog der Kommission Sozialpädagogik in der DGfE

Dr.in Anna Wanka:

Übergänge in eine “neue Normalität”? Wie sich Alltagspraktiken, Chronormativitäten und Versorgungsbeziehungen mit der Corona-Pandemie verändern

Interview mit Anna Wanka [u. a.] zum Thema Forschen trotz / mit / über Corona (von Tamara Schwertel/soziologieblog.hypotheses.org)

Luisa Bischoff, M.A.:

„Zum Übergang in die Partner*innenlosigkeit im Alter in Zeiten von Corona“

Prof.in Dr. Sabine Andresen:

Bundesweite Studie: Wie erleben Kinder und Familien die Corona-Zeit? Gemeinsam mit Anna Lips, Dr. Tanja Rusack, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Severine Thomas und Johanna Wilmes

Link zur Umfragewww.soscisurvey.de/Elternbefragung_Corona/ (beendet)

Informationen zur Studie: https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/bundesweite-studie-wie-erleben-kinder-und-familien-die-corona-zeit/

Kinderrechte und Corona: https://www.sr.de/sr/sr2/themen/politik/20200421_andresen_kinderschutzbund_corona-krise_interview_100.html

Julia Prescher, Dipl. Päd.:

„Vom Feiern Abstand nehmen?“

Prof.in Dr. Christiane Hof:

„StudiVerCo“ – Studieren in Corona-Zeiten
Im Rahmen des Projektes werden das Studierverhalten und die Lernaktivitäten von Studierenden in Corona-Zeiten beforscht, insbesondere die Erfahrungen mit Online-Veranstaltungen und Studierpraktiken in Zeiten einer weitgehend geschlossenen Universität.