Elisa Thevenot

Adresse

Universität Wien
Institut für Bildungswissenschaft
Sensengasse 3 A
1090 Wien

flora.petrik@univie.ac.at
+43 1 4277 467 64

Elisa Thevenot hat an der Universität Wien und der Universität Jyväskylä Bildungswissenschaft studiert, mit dem Schwerpunkt auf qualitative Methoden der Sozialforschung, Biographieforschung und soziale Ungleichheiten in Universität und Schule. Sie ist Projektmitarbeiterin im Arbeitsbereich Bildung und Beratung im Lebenslauf und forscht dort zu Studienerfahrungen und -verläufen von Bildungswissenschaftsstudierenden. In ihrer Dissertation befasst sie sich mit dem Thema „Habituelle Übergänge im Studium“. Dabei interessiert sie sich besonders für das ‚Wie‘ der Aneignung eines akademischen Habitus. Ihr Promotionsvorhaben legt den Fokus auf interaktive Prozesse in der Hochschule, das Zusammenspiel zwischen Subjekt und Institution und berührt mit dieser Perspektive die Ebene des individuellen Bewältigungs- und Aneignungshandeln im Kontext der Herausbildung von Habitus.

Forschungsprojekt

Der Diskurs über nachhaltige Entwicklung beeinflusst die Art und Weise, wie sich viele Menschen ihre Zukunft vorstellen. Hin- und hergerissen zwischen Loyalität gegenüber der Firma und persönlichen Werten hinterfragt eine steigende Zahl von Arbeitnehmern das System innerhalb ihrer Firma und beurteilt ihren Bürojob kritischer als je zuvor. Manche Angestellten treffen am Höhepunkt ihrer Karriere eine lebensverändernde Entscheidung, indem sie ihre Arbeitsstelle kündigen, um in dem ‚grünen Unternehmertum’ einen Neustart zu wagen und ‚zu einer besseren Welt‘ beizutragen. Obwohl es sich dabei um eine zutiefst persönliche und risikobehaftete Entscheidung handelt, spiegelt sich die Transformation in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit auch auf globaler Ebene wider. Nachhaltigkeit ist überall im gesellschaftlichen Diskurs präsent. Großunternehmen, öffentliche Personen und Institutionen greifen den Nachhaltigkeitsdiskurs auf und beeinflussen damit unseren Konsum, unsere Art der Mobilität. Aber auch im Allgemeinen hat dies Auswirkungen auf unsere Vorstellungen und Wünsche, wie wir leben und arbeiten wollen. So stellen sich Menschen aufgrund von Veränderungen des gegenwärtigen Systems, samt der inhärenten Strukturen vermehrt existenzielle Fragen. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Prozessedes Übergangs dieser Individuen zu untersuchen,bspw. sollen die Narrative und sozialen Praktiken, die zur Bewältigung der gegenwärtigen Thematik des Klimawandels und der damit verbundenen sozialen Phänomene aufgedeckt und analysiert werden. Die theoretischen Vorannahmen berücksichtigen die aktuelle Forschung zu „Doing Transitions“ und zur Social Representation Theory, angelehnt an Foucault. Die empirische Forschung umfasst Interviews mit Individuen, die spezifische Transition „from white collar to green collar entrepreneur“ vollziehen. Im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung werden die unterschiedlichen Modi der Herstellung und Gestaltung dieses Übergangs analysiert und damit ein Beitrag zur Übergangsforschung geleistet.

Vorträge

  • Buchner, T. & Petrik, F. (2020). Klasse: Die Schattenkategorie der deutschsprachigen Inklusionsforschung – Vortrag bei der Jahrestagung für Inklusionsforscher*innen: 25.–28.02.2020, Universität Wien und Pädagogische Hochschule Wien (angenommen).
  • Brehm, A. & Petrik, F. (2019). »Bleib wie du bist, auch wenn sie sagen, dass du nichts bist«. Widersprüchliche Anrufungen und Aneignungsprozesse von akademischen Habitus im Kontext des Studiums – Vortrag bei Frühjahrstagung der Sektion „Bildung und Erziehung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS): 02.–03.05.2020, Hannover. Petrik, F. (2019).
  • Who cares for Inclusion? Inklusive Bildung, Care und Geschlecht – Posterpräsentation auf der Jahrestagung der Inklusionsforscher*innen: 20.–22.02.2019, Humboldt Universität Berlin.

Lehrveranstaltungen

  • Beitrag zu Autoethnographie in der Vorlesung „Interpretative Verfahren in der bildungswissenschaftlichen Forschung“ (Prof.in Bettina Dausien, WiSe 2019/2020)

Mitgliedschaften

  • Arbeitskreis Kulturanalyse (AKA)
  • Gender AG des Instituts für Bildungswissenschaft