Elisa Thevenot, MBA

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Eberhard Karls Universität Tübingen

Institut für Erziehungswissenschaft |Abteilung Sozialpädagogik |
GRK Doing Transitions

Münzgasse 30
72070 Tübingen

elisa.thevenot(at)graduiertenkolleg.uni-tuebingen.de

Elisa Thevenot ist Franko-Amerikanerin und hat einen Hintergrund in Internationalem Management. Sie hat einen Master’s of Business Administration an der Universität Saint John in New York abgeschlossen.  Bachelor- und Masterarbeit beschäftigten sich mit erneuerbaren Energien und ihr Interessenschwerpunkt im BWL-Studium lag insbesondere im Thema Nachhaltigkeit. Nach ihrem Studium arbeitete sie 6 Jahre für eine französische Firma im Bereich Marktforschung und -entwicklung im internationalen Raum. Zurück an der Universität kombiniert sie mit ihrer Dissertation „From white collar career to green collar entrepreneur“ ihre wissenschaftlichen Interessen und Arbeitserfahrung. Zentrale Fragen sind die Bewältigung biographischer Übergänge aufgrund des aktuellen Themas des Klimawandels, der Diskurs um Umweltbewusstsein und entsprechendes individuelles Handeln. Sie möchte damit einen Beitrag zur Übergangsforschung aus diskurstheoretischer Perspektive liefern.

From white collar career to green collar entrepreneur

Der Diskurs über nachhaltige Entwicklung beeinflusst die Art und Weise, wie sich viele Menschen ihre Zukunft vorstellen. Hin- und hergerissen zwischen Loyalität gegenüber der Firma und persönlichen Werten hinterfragt eine steigende Zahl von Arbeitnehmern das System innerhalb ihrer Firma und beurteilt ihren Bürojob kritischer als je zuvor. Manche Angestellten treffen am Höhepunkt ihrer Karriere eine lebensverändernde Entscheidung, indem sie ihre Arbeitsstelle kündigen, um in dem ‚grünen Unternehmertum’ einen Neustart zu wagen und ‚zu einer besseren Welt‘ beizutragen. Obwohl es sich dabei um eine zutiefst persönliche und risikobehaftete Entscheidung handelt, spiegelt sich die Transformation in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit auch auf globaler Ebene wider. Nachhaltigkeit ist überall im gesellschaftlichen Diskurs präsent. Großunternehmen, öffentliche Personen und Institutionen greifen den Nachhaltigkeitsdiskurs auf und beeinflussen damit unseren Konsum, unsere Art der Mobilität. Aber auch im Allgemeinen hat dies Auswirkungen auf unsere Vorstellungen und Wünsche, wie wir leben und arbeiten wollen. So stellen sich Menschen aufgrund von Veränderungen des gegenwärtigen Systems, samt der inhärenten Strukturen vermehrt existenzielle Fragen. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Prozesse des Übergangs dieser Individuen zu untersuchen, bspw. sollen die Narrative und sozialen Praktiken, die zur Bewältigung der gegenwärtigen Thematik des Klimawandels und der damit verbundenen sozialen Phänomene aufgedeckt und analysiert werden. Die theoretischen Vorannahmen berücksichtigen die aktuelle Forschung zu „Doing Transitions“ und zur Social Representation Theory, angelehnt an Foucault. Die empirische Forschung umfasst Interviews mit Individuen, die spezifische Transition „from white collar to green collar entrepreneur“ vollziehen. Im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung werden die unterschiedlichen Modi der Herstellung und Gestaltung dieses Übergangs analysiert und damit ein Beitrag zur Übergangsforschung geleistet.